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Ars Audiendi ~ Musikhören als schöpferische und heilende Kunst
Die Heilkunst des Hörens

Melomorphose
Meditativer “Tanz der Hände”
und “Hörpartitur”

Melomorphose eines Hildegard-Gesanges, Seminarfoto

Durch die Melomorphose gelingt es, sich ununterbrochen auf den Strom der Töne zu konzentrieren und mit der Musik vollkommen eins zu werden. Sie ist die höchste Kunst der Ars Audiendi.
 

 

 

 

Aufzeichnung der Gebärdenform (Melomorphose) eines Gesanges der Hildegard von Bingen, September 1999

 


 

“Melomorphose” heiĂźt Bewegungs-Gestalt oder Melodie-Gestalt der Musik. Sie entsteht durch  meditatives Erforschen der inneren Wahrnehmung der Töne und deren formaler Gliederung. Die Melomorphose ist das Ergebnis einer ganzheitlichen Durchdringung von  FĂĽhlen, Denken und sich Bewegen.

Das (im Kurs farblich) gezeichnete Bild gibt die zweidimensionale Projektion der räumlichen Bewegungsgestalt wieder, die die Teilnehmer mit den Händen ausführen . Die Bewegung ist ruhig, konzentriert, meditativ, langsam. Sie beschreibt zusammenhängende Bewegungsabläufe, wie sie ein Melodiebogen durch den Raum ergibt, wie eine energetische Sequenz zum Höhepunkt oder zur Entspannung führt. Die Melomorphose erinnert an großzügige, gestaltende Bewegungen eines Dirigenten. Das Metrum (der Takt) wird jedoch nicht dargestellt.

Diese Bewegungen zur Musik lassen den Meditierenden auf umfassende, tief erfüllende Weise die innersten Räume und Geheimnisse einer Musik erfahren.

Cheruwimska-Form von Tschaikowsky

Melomorphose aus dem “Cheruwimska” der Liturgie des Hl. Johannes Chrysosotomos von Tschaikowsky

 

Erst wenn wir uns als Hörende bewegen, können wir wirklich mit der Musik eins werden - Musik ist selbst ein Phänomen der Bewegung! 

Zuviel  Bewegung oder eine nach auĂźen gerichtete “Darstellung” beim Meditieren fĂĽhrt dazu, dass wir nicht mehr in unserer Mitte sind und der innere Kontakt mit dem Ton abreiĂźt.
Zuwenig  Bewegung oder sich gar nicht Bewegen lässt uns in der ich-bezogenen Welt verharren, die wir fĂĽr die Welt der Musik halten.

Bilder und Gefühle, die beim gewöhnlichen Musikhören entstehen, sind das Echo unserer eigenen Seele auf die Töne. Wir nehmen dabei nicht die Musik wahr, sondern das, was sie in uns auslöst. Das ist wunderbar, und es mag vielen Hörern als Erfüllung genügen. Auch ist das stufenweise Erforschen dieser Selbstwahrnehmung ein therapeutisch wirksamer Prozess.
Wer tiefer dringen und geistige Dimensionen erfassen will, lässt von der Selbstwahrnehmung ab und widmet seine Konzentration der Musik selbst.

Was die Töne uns zu sagen haben geht weit über das hinaus, was wir uns üblicherweise vorstellen!

Die Melomorphose  finden ist ein schöpferisches Tun. Sie ausfĂĽhren ist Ăśbung und Meditation und enstatische (innere) Ekstase. Auf der Seite “schöpferisch” habe ich den Prozess in Schritten beschrieben.
Die Meditation einer Musik nach dieser Methode ist eine tief beglĂĽckende und heilsam verwandelnde Erfahrung (audio-kinetische Modulation).  Sie bringt Denken, FĂĽhlen und Sich-Bewegen auf ganzheitliche Weise in Einklang.

Dank der Melomorphose wird das Musikhören zu einer inneren Verschmelzung mit der Musik. Die Melodien und tönenden Ereignisse füllen unsere Seele in der Meditation ganz und gar aus. Alles andere tritt dabei in den Hintergrund. Störende Gedanken haben keine Chance, sich einzumischen, dafür ist das Geschehen viel zu spannend. Das Denken ist vollauf damit beschäftigt, sich auf die Töne zu konzentrieren.
Sind die “tönenden Wesen” erst einmal in uns, beginnen sie unverzĂĽglich mit Aufräum- , Umstimmungs- und Ordnungsarbeiten. Der innere Prozess der Musikmeditation dauert  nach einem Seminar oft mehrere Wochen an. Viele Teilnehmer berichten, dass sie erst zu Hause im Alltag entdeckten, wie positiv dieses Musikhören sie verändert hat. Dadurch dass wir die Töne quasi wie eine Substanz aufnehmen, entfalten sich ihre Potenzen in unserem Organismus. Dieses nachhaltige Wirken einer meditierten Musik im Inneren ist wirklich erstaunlich und lässt sich mit Worten kaum beschreiben.

Seminarteilnehmer erhalten die Melomorphose als Studienblatt ausgearbeitet mit nach Hause. Dieses können Sie wie eine Partitur verwenden und die Musikmeditation selbständig durchführen. Der kreativen Weiterarbeit sind keine Grenzen gesetzt...

Beispiel 1:
Auf der nächsten Seite finden Sie die komplette Melomorphose eines Musikstücks:
“Andante cantabile” aus dem 1. Streichquartett D-Dur von Tschaikowsky
Sie können sich die Seiten ausdrucken und, wenn Sie die Musik haben, gleich die Bewegungen ausprobieren. Wer einmal ein Seminar mitgemacht hat, kann diese Graphiken wie eine Partitur lesen.

Beispiel 2:
Zur Ouvertüre von Mozarts Zauberflöte gibt es Fotos der Tafelbilder, eine Filmaufnahme und zusätzlich das erwähnte Studienblatt in pdf-Form zum Downloaden.

Beispiel 3:
Ebenso gefilmt habe ich ein StĂĽck von Brahms, das Poco allegretto aus seiner 3. Symphonie.

 

Weitere Seiten mit Fotos der Tafelbilder von Seminaren:
Beethoven Adagio 9. Symphonie
Mozart, Andante 23. Klavierkonzert K488
Mozart, Ouvertüre zur Zauberflöte
Bruckner, Andante 2. Symphonie
Bruckner, Adagio 5. Symphonie
Bruckner, Adagio 6. Symphonie
Bruckner, Adagio 7. Symphonie
Chopin, Larghetto 2. Klavierkonzert


 

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Zuletzt bearbeitet am: Montag, 14. Februar 2022  


 

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Ars Audiendi, die Heilkunst des Hörens. Bewusstes Musikhören ist ein initiatischer Weg zum Wesen, zur Essenz.
Der initiatische Weg erweitert Wahrnehmung und Bewusstsein. Er fĂĽhrt sowohl zum transzendenten Wesen der Musik, als auch zum eigenen lichtvollen Wesenskern. GroĂźe, inspirierte Musik ist eine geistige Matrix, die Informationen fĂĽr die neue Zeit vermittelt.