AUKIMO
Melomorphose
Private Videos zur Melomorphose
nicht öffentlich gelistet
von Wolfgang Zeitler
Die hier gelisteten Aufnahmen sind nur über diese Webseite bei YouTube aufrufbar. Du kannst sie auch hier direkt ansehen.
In meinem YouTube-Kanal sind sie nicht sichtbar!
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1) MOZART Gloria aus der c-moll-Messe K427
Aufnahme Juli 1986 in Corneilla de Conflent
Mozart Große Messe c-moll K427, Gloria (alle Sätze)
Raymond Leppard, New Philharmonia Orchestra, John Alldis Choir 1973
Bei unserem Frankreich-Retreat 1986 habe ich, nur für mich, das gesamte Gloria aus der großen c-moll-Messe von Mozart (K427) meditiert und in Gebärden umgesetzt.
Diese Musik war für mich ein einziger Rausch, totale Extase in der Enstase. Sie ist es bis heute noch. Einzig das Schlußstück, Cum Sancto Spirito, habe ich schonmal mit Teilnehmern erarbeitet. Alles andere noch nie.
Die Gebärden der Melomorphose habe ich leicht überarbeitet. Sie sind in meinem Mozart-Buch zu finden.
In den frühen Morgenstunden im Juli 1986 ließ uns der Dorfpfarrer in die romanische Kirche von Corneilla de Conflent (ein marianischer Kraftort), wo wir einige Aufnahmen machten. Das Gloria dauert eine halbe Stunde. Uwe, der die Videokamera bediente, hat tapfer durchgehalten.
Weil es sich hier um sakrale (geistliche) Musik an einem sakralen Ort handelt, will ich dieses historische Video nicht ganz öffentlich verfügbar machen. Nur wer den Link hat, kann es aufrufen.
Die einzigartige Aufnahme unter Raymond Leppard entstand im Februar 1973 in der All Saints Church in Tooting, mit dem New Philharmonia Orchestra, dem John Alldis Choir, Ileana Cotrubas, Kiri Te Kanawa, Werner Krenn, Hans Sotin. Produziert von Suvi Raj Grubb.
Die CD ist von 1974 und AAD, hat also ein geniales Klangspektrum.
In dem Video habe ich die Tonspur mit der Originalaufnahme ersetzt.
2) BRUCKNER Symphonie No. 5, Erster Satz Adagio - Allegro
Aufnahme 1985 in Montalcino, Italien
mit George Balan und Wolfgang Zeitler
Bruckner, erster Satz der 5. Symphonie
Sir Georg Solti, Chicago Symphony Orchestra
Mit Bruckner wurde ich "eingeweiht", eher eingeseift. Diese Töne aus der FÜNFTEN von Bruckner durchdrangen alle meine Poren, es war eine gewaltige Transformation, auch körperlich.
In meinem ersten Jahr in der Musicosophia-Schule, 1985, waren wir mit Bruckners FÜNFTER erst am Mont Saint Michel in Nordfrankreich. Dann bereisten wir Italien. In einer romanischen Kirche mit besonderer Architektur (ich glaube, es war Montalcino) nahmen wir Bruckners Fünfte auf Video auf.
In dieser Kirche ist der Altarbereich deutlich höher gelegt und nur über eine Treppe erreichbar, ähnlich wie im Mainzer Dom.
Den ersten Satz durfte ich mit George Balan gemeinsam gestalten. Er hat mir dann 2021 persönlich diese Aufnahme auf DVD geschenkt.
Ich habe zu der verrauschten Tonspur die Originalaufnahme von CD hinzugemischt. So entstand eine besondere akustische Qualität, antik und faszinierend.
Um dieses kostbare Video vor unbefugten Augen zu schützen, veröffentliche ich es nur eingeschränkt, als "nicht gelistet".
3) BACH Chaconne d-moll aus der Partita No. 2 für Violine solo
Melorhythmie von George Balan 1986
Corneilla de Conflent 1986, ausgeführt von Wolfgang Zeitler
Bach, Chaconne (Ciacconna) 1004 d-moll
Shlomo Mintz, Violine solo
Dem Pionier George Balan zu Ehren, mit Respekt und tiefem Dank.
Die Chaconne für Violine solo aus der Partita No.2 d-moll ist eines der herausragenden Meisterwerke von Johann Sebastian Bach. Unter den Hörern ist es nicht so beliebt, weil es akustisch ein höchst anspruchsvolles Stück ist. Doch - wer sich auf die Chaconne mal wirklich eingelassen hat, wird unweigerlich von einem Sog ergriffen, der ihn in diesen tönenden Kristall hineinzieht.
Ich lernte das Stück Anfang 1986 kennen, in meiner Ausbildungszeit in der Musicosophia-Schule. Ich hatte nur einen Walkman mit Kassette zur Verfügung, und ziemlich miserable Kopfhörer. Und doch verliebte ich mich Hals über Kopf in diese Töne. Sie sind reiner Geist, der sich in unendlicher Schönheit über Frequenzen und Strukturen mitteilt. Da sind so viele Melodien drin, unfaßbar. Und eine große Struktur, die sich dem Geist erschließt, wenn er darum ringt.
Wir verdanken es George Balan, daß die Chaconne für den Hörer "erobert" wurde. Er analysierte das Stück über zwei Wochen lang von Schallplatte (er besaß einen intelligenten Plattenspieler, bei dem man bestimmte Stellen markieren konnte, die er dann auf Knopfdruck wiederfand - sagenhaft für damalige Zeiten).
Während eines Frankreich-Aufenthaltes gestaltete ich die Chaconne in der wunderschönen Marienkirche von Corneilla de Conflent. Es sind exakt die Gebärden, die George Balan entwickelt hatte. Also nach seinem Begriff eine "Melorhythmie".
Erst 2022 habe ich die Chaconne für mich erneut bearbeitet und komplett neue Gebärden dazu geschaffen. Diese sind in meinem Bach-Buch (Bach - Melomorphosen) aufgezeichnet. Es gibt davon noch kein Video.
Die absolut geniale Einspielung stammt von Shlomo Mintz.
Die Tonspur enthält die reine Originalaufnahme von CD.
Eine Anmerkung zu Melomorphose - Melorhythmie: George Balan hat den Begriff "Melorhythmie" erfunden, im Anklang an die anthroposophische Eurythmie. In der frühen Entwicklungszeit, als es noch keine CD gab, waren die Gebärden und Strukturen plastisch und organisch. Man brauchte sehr viel Zeit, um mit Kassette oder Schallplatte ein Musikstück hörend zu analysieren. Dadurch entstand Tiefe und Meditation.
Mit der CD, etwa ab 1988, ging das alles viel schneller und leichter. Dementsprechend wurde die Melorhythmie mehr und mehr direkt aus der Analyse entwickelt. Faszinierend, doch weniger organisch, mehr mechanisch.
Als ich 1989 die Musicosophia-Schule verließ, war ich im Konflikt mit dieser Entwicklung. Ich liebte mehr die Tiefe, die organische Struktur, das zusammenhängende Ganze. Und vertraute mehr auf die Weisheit meines Körpers, als auf meinen analytischen Verstand. Hinzu kam, daß ich ein Dokument unterschreiben mußte, in meiner weiteren selbständigen Tätigkeit keine Begriffe der Musicosophia zu verwenden. Also habe ich ziemlich bald den Begriff "Melomorphose" geschaffen, Gestalt der Musik. Ohne dieses mich bindende Dokument hätte ich das, was ich mache, wahrscheinlich weiter "Melorhythmie" genannt. Letztendlich hat jeder seine eigene Art der Gestaltung, sei es Melorhythmie, sei es Melomorphose.
Die beiden Begriffe sind in ihrer Grundbedeutung gleich...
4) BACH "Bereite dich, Zion, mit zärtlichen Trieben" aus dem Weihnachtsoratorium 248
Melomorphose von Wolfgang Zeitler, Juli 1986, Le Canigou
Bach, Bereite dich Zion, Weihnachtsoratorium
Christa Ludwig, Karl Richter, München
Die Alt-Arie "Bereite dich, Zion" aus dem Weihnachtsoratorium, hier so wundervoll gesungen von Christa Ludwig, ist ein Ohrwurm. Alles ist ein einziges melodisches Fließen. Orchester und Stimme bewegen sich in völligem Einklang. Die Musik vermittelt ein Liebeswerben - ganz unromantisch, sehr direkt, mit großem Atem. Für mich eine innere Verheißung, Freude und Erfüllung gleichzeitig.
Das Weihnachtsoratorium begleitet mich seit meiner Jugend. Ich habe es mindestens fünf mal im Chor mitgesungen. Die (für mich) herrliche Aufnahme unter Karl Richter ist in jeder Zelle meines Körpers präsent, so oft habe ich das gehört.
Das Lied habe ich 1986 so nebenbei nur für mich analysiert und in Gebärden verkörpert. Ich wußte gar nicht mehr, daß es diese Videoaufnahme gibt. Sie entstand im Juli 1986 bei Le Canigou in Südfrankreich.
Die Tonspur habe ich komplett ausgewechselt.
In meinem Bach-Buch ist diese Melomorphose noch nicht enthalten. Sie wird irgendwann in einem Ergänzungsband erscheinen.
allgemeiner Link (für öffentlich gelistete Videos):
Melomorphose
- YouTube-Videos öffentlich
- YouTube-Videos privat
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